Blog

Journal

UI, Phrasenwiederholung, britisches Englisch und Änderungsprotokoll beim Kompilieren

Hab ich gesagt es kommen keine Updates? Tja

UI-Verbesserungen

Ein paar UI-Baustellen habe ich heute aufgeräumt: Der englische Heatmap-Tab hieß versehentlich kurz „Text View“ und heißt jetzt wieder korrekt „Heatmap“, damit die Benennung konsistent bleibt.
Im Einstellungs-Overlay sind außerdem die Klick- und Touchflächen aller Buttons größer geworden. Bisher musste man oft direkt den Text treffen, jetzt ist die ganze sichtbare Fläche klickbar. Das gilt für macOS und iPad.
Auch das Einstellungs-Icon im Dock wurde ersetzt. Statt des Pinsels gibt es jetzt ein Zahnrad, weil die Einstellungen inzwischen deutlich mehr sind als nur Theme-Optionen. Dazu kommt noch eine kleine Layout-Änderung: Der Exposé-Button sitzt jetzt oben rechts statt unten rechts und ist damit auf allen Schreibtischen an derselben Stelle. Auf dem Editor-Schreibtisch wurde die Kopfzeile leicht nach links eingerückt, damit sie nicht mit der Analyse-Werkzeugleiste kollidiert.

Analyse-Engine: Satzgrenzen repariert, Phrasenwiederholung entschärft

In der Analyse-Engine ist ein unschöner Fehler bei Satzgrenzen über Seitenumbrüche hinweg gefixt. Wenn ein langer Satz über zwei Seiten lief, konnte der visuelle Trenner dazwischen fälschlich als Satzende gelesen werden. Dadurch entstanden künstliche Satzfragmente, die dann unter anderem die Erkennung von monotonen Satzanfängen verfälscht haben. Diese Fragmente werden jetzt wieder korrekt mit dem vorherigen Satz zusammengeführt.
Außerdem habe ich die Erkennung von Phrasenwiederholungen neu kalibriert. Die alten Schwellenwerte waren zu aggressiv und haben zu viele Stellen markiert, die beim Lesen gar nicht wirklich als störende Wiederholung auffallen. Bigramme brauchen jetzt drei Treffer statt zwei, die Suchfenster sind kleiner geworden, und Treffer direkt nebeneinander werden ignoriert. Das macht die Erkennung spürbar robuster gegen Fehlalarme durch normale Satzbindung, Parallelismen oder rhetorische Wiederholungen. Trigramme und längere Phrasen bleiben weiterhin schon ab zwei Treffern aktiv, weil sie deutlich markanter sind.

Rechtschreibprüfung erkennt jetzt britisches Englisch

Die Rechtschreibprüfung war bisher fest auf amerikanisches Englisch eingestellt. Entsprechend wurden britische Schreibweisen wie „colour“, „realise“ oder „behaviour“ fälschlich als Fehler markiert.
Dafür gibt es jetzt eine neue Einstellung für die englische Sprachvariante, auf macOS und iPad. Wenn nichts manuell ausgewählt wird, erkennt Tsukue außerdem anhand der Systemregion automatisch, ob britisches Englisch verwendet werden soll. Rechtschreib- und Grammatikprüfung laufen dann mit dem passenden Sprachcode.

Neues Feature: Änderungsprotokoll beim Kompilieren

Tsukue erstellt beim Kompilieren jetzt automatisch einen Snapshot des gesamten Manuskripts. Ab der zweiten Kompilation wird der aktuelle Stand mit dem letzten Compile verglichen und im Kompilier-Overlay als Änderungsprotokoll zusammengefasst. Sichtbar wird dabei, welche Kapitel sich verändert haben, wie stark die Änderungen ausfallen und wie sich die Wortzahl entwickelt hat.
Dafür kamen mehrere neue Bausteine dazu: ein neues SwiftData-Modell für Compile-Vorgänge, ein Snapshot-Service zur Zuordnung, eine Diff-Engine zur Einordnung der Kapiteländerungen und ein Export-Service für PDF, Word und Markdown. Im Overlay gibt es dafür jetzt eine neue Sektion zwischen den Optionen und dem Export-Button. Dort werden die Änderungen kompakt zusammengefasst, Kapitel lassen sich aufklappen, mit Notizen versehen und bei Bedarf auch im Detail vergleichen. Exportiert wird das Änderungsprotokoll als separate Datei neben dem Manuskript.